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Ernährung

Zucker in Babynahrung: Was Eltern wirklich wissen müssen

26. Juni 2026 · 5 Min. Lesezeit

Zucker in Babynahrung ist häufiger als die meisten Eltern vermuten. Quetschies, Frühstücksbrei und Gläschenkost klingen nach natürlicher Ernährung, doch viele Produkte enthalten Süßungsmittel unter Namen, die harmlos wirken. Ein Blick auf die Zutatenliste beantwortet die meisten Fragen.

Was steckt wirklich in Babynahrung?

Fruchtsaftkonzentrat kommt in Babybreien und Quetschies häufig vor. Es klingt natürlicher als Zucker, die darin enthaltenen Zucker zählen jedoch ebenfalls zu den freien Zuckern. Typische Namen auf der Zutatenliste: Fruchtsaftkonzentrat (Apfel, Traube, Birne), Traubenmost, Fruktosesirup, Glukosesirup, Reissirup, Dattelsirup.

Wie viel Zucker ist für Babys zu viel?

Die WHO empfiehlt, freie Zucker bei Kindern auf weniger als 10 % der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen, idealerweise auf unter 5 %. Für Babys und Kleinkinder unter zwei Jahren geht die Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung (ESPGHAN) noch weiter: Freie Zucker sollten so gering wie möglich gehalten und Beikost nicht zusätzlich gesüßt werden. Honig zählt ebenfalls zu den freien Zuckern, und gehört zugleich zu dem, was Babys im ersten Jahr nicht essen dürfen.

Für Babys gilt besonders: Beikost nicht zusätzlich süßen und freie Zucker so gering wie möglich halten.

Versteckter Zucker, diese Namen stehen auf der Zutatenliste

Neben „Zucker" verstecken sich in der Zutatenliste oft:

Fertigbrei oder selbst kochen, ein fairer Vergleich

Fertigprodukte sind nicht generell schlecht, es gibt zucker- und salzfreie Alternativen, und für unterwegs haben sie ihren Platz. Worauf du beim Kauf achten kannst:

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Praktische Tipps für den Alltag

Wann zum Kinderarzt?

Wenn dein Baby nach bestimmten Produkten Blähungen oder Verdauungsprobleme bekommt, oder wenn du dir unsicher bist, welche Lebensmittel für sein Alter geeignet sind, sprich mit deinem Kinderarzt. Für den Einstieg in die Beikost findest du in unserem Artikel Beikost starten: Wann ist mein Baby bereit? eine übersichtliche Checkliste der Bereitschaftszeichen.

Begriffe kurz erklärt

Freie Zucker: Alle einem Lebensmittel zugesetzten Zucker sowie natürlich vorkommende Zucker in Fruchtsaft, Honig und Sirup. Nicht dazu zählen die natürlichen Zucker in ganzen Früchten, Gemüse oder Milch.

ESPGHAN: Europäische Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie, Hepatologie und Ernährung, die Fachgesellschaft, deren Ernährungsempfehlungen für Säuglinge und Kleinkinder in Europa als Leitlinien gelten.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Bedenken wende dich an deinen Kinderarzt.
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Quellen
  • WHO (2015). Guideline: Sugars intake for adults and children. Geneva: World Health Organization.
  • Fidler Mis N et al. (2017). Sugar in Infants, Children and Adolescents: A Position Paper of the European Society for Paediatric Gastroenterology, Hepatology and Nutrition (ESPGHAN). J Pediatr Gastroenterol Nutr. 65(6):681–696.
  • Netzwerk Gesund ins Leben (2022). Handlungsempfehlungen zur Ernährung von Säuglingen. Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). gesund-ins-leben.de.
  • Koletzko B et al. (2019). Pediatric Nutrition in Practice. 3rd ed. Karger Publishers.